Nun ist es vollbracht, das SAM ist fertig. SAM ist ein Projekt von Karsten Hansky und Dirk Langenbach, die eine wirklich tolle Entwicklungsarbeit geleistet und dazu noch echt gute Bausätze mit Anleitungen zusammengestellt haben. Dies kam dann alles
in einem Paket und ich hatte viele IC’s, Kondensatoren, Widerstände usw. vor mir liegen. Dank der professionellen Löt- und Bastel- Hilfe von meinem Astrokumpel Reinhard Lauterbach entstand dann aus den Einzelteilen SAM Mike Stolberg. Hier die verschiedenen Stationen : |
Reinhard lötet mir die Bauteile in präziser Kleinarbeit auf die Platine, jeder
IC bekommt noch einen Sockel, die Verarbeitung ist perfekt und so fällt der erste Test auch positiv aus.
Dank der leicht verständlichen Baumappe von Dirk und Karsten bauen wir so die Platine zusammen.Das Gehäuse bearbeitet Reinhard alleine, alles passt genau und ist perfekt. |
So ziehe ich mit SAM von dannen (nach Hause) und nachdem ich einen Weg
gefunden habe das abgeschirmte Kabel von meinem Zimmer in den Garten zu legen, geht es am Samstag los : Loch buddeln ! Der Sensor von SAM ist sehr Temperaturempfindlich und so graben wir ihn ein, um die Schwankungen möglichst gering zu halten. Doch zuerst braucht der Sensor ein “zu Hause” im Erdreich. Dazu kaufe ich ein Plastik - Sanitär-Rohr mit zwei Deckeln. In den einen
Deckel kommt zentriert ein Kabel mit Kabelmuffe und darauf klebe ich eine Plastikhülse, mit der ich den Sensor zentriert und waagerecht in das Rohr bauen kann. (rechts ) Um die Temperatur noch konstanter zu halten, fülle ich den Raum im Rohr mit PU-Schaum (der ohne Druck aufschäumt) aus. (links) Nun der zweite Deckel drauf und die ganze Sache noch mit Isolierband gesichert.
Schaufel, Pickel und ab in den Garten und nach ca. 15 cm Humus feststellen, dass ich doch sehr Nahe an der Vulkaneifel wohne, die nächsten 70cm führen mich durch Basalt-Schiefer und andere Steinschichten, aber das Loch wird dann ca. 85cm Tief.
SAM will waagerecht liegen und in Ost - West Richtung ausgerichtet sein. So giesse ich mit Fliess-Zement einen kleinen Sockel (Bild -
sieht wie Wasser aus) Nach links führt der Graben für das Kabel weg, von der Tiefe von ca. 80cm leicht ansteigend bis 10cm Tiefe, dann noch 3m in 10 cm zum Haus (das Kupfer im Kabel ist ein guter Wärmeleiter und darum ist das Kabel auch vergraben)
Nun kommt auf den Sockel etwas feiner Sand, in den ich SAM in seinem Rohr lege. Per Kompass richte ich SAM in einer längeren Prozedur nach Westen aus, später zeigt sich, dass ich dem Idealwert (im Kalibriermodus)
von 62KHz mit einem Wert von ca. 63KHz sehr nahe bin und SAM ziemlich perfekt ausgerichtet ist, was fast die Messung von Absolut-Werten zulässt). Hier ist SAM schon fast komplett mit Sand bedeckt, der als zusätzliche Isolierung dienen soll. Hier kam dann noch die Aushub- Erde drauf, so das im Garten alles so aussieht wie vorher, sieht man von den gelben Markierungen ab.
Inzwischen ist SAM mit 2 Sensoren (beide gleich vergraben, ca. 1m auseinander) ausgestattet und die Software GUI4SAM erlaubt die grafische Auswertung der Daten, die in einer Datenbank gesichert werden. Die Kabellänge ist auf jeweils 8m reduziert. Die Sensoren samt Sand sind nun in Plastik Eimern, was die Wartung vereinfacht. |
Als nächstes wurde SAM in Betrieb genommen, der PC konfiguriert und die erste Messreihe gestartet. Freund Uwe schreibt mir noch eine
kleine VBA Anwendung um die Daten super einfach in Excel einzulesen und jetzt ist warten angesagt, bis die ersten Datenreihen zur Verfügung stehen. Dies ist heute, Pfingstsonntag der Fall und nach einigen kleinen “Schlauchstehern” kann ich dann erkennen : SAM funktioniert ! Hier die Kurve, sie zeigt den Vergleich von SAM (blaue Kurve) mit dem “Profi-MM” in Magnetsrode (rote Kurve), deutlich kann man hier die Übereinstimmung der beiden Kurven erkennen (alte Grafik): |