Was löste das Unglück vom 01. Februar aus ?                                  <<<< zurück zum 01. Februar 03

hier einige Spekulationen, Diskussionen etc. wie sie chronologisch auftreten. Am Ende soll auf dieser Site der offizielle Bericht der NASA stehen. (alle Zeiten ME(S)Z)

26.08.03

Abschlussbericht
die Untersuchungskommission CAIB (Columbia Accident Investigation Board) legt heute, Dienstag 25.08.03 den Abschlussbericht über die Ursachen des Unglücks vom 01.02.2003 vor.

In diesem Bericht wird von der unten beschriebenen Theorie ausgegangen, dass ein Stück Isolierschaum, das beim Start von dem Haupttank abgefallen war, die Ursache darstellt. Das Schaumstück traf die Flügel Voderkante und schlug ein Loch hinein, durch das beim Wiedereintritt das heisse Gas eindringen konnte und somit den linken Flügel des Shuttle von innen heraus ausglühte.

Allerdings beschäftigt sich ca. die Hälfte des 250 Seiten langen Berichtes mit Fehlern und falschen Entscheidungen die bei der NASA getroffen wurde. Hier wird eine neue Struktur und Management Linie in der NASA sowie eine Änderung der Sicherheitsrichtlinien gefordert.

astronomie-seite.de will aber hier nur die technischen Ursachen berichten und somit ist hiermit die Berichterstattung abgeschlossen.

In Gedenken an die sieben Astronauten.

16.07.03

Aus Kreisen der NASA (nicht offiziell) wurde bekannt, dass der sog. Orbital Experiment Support Systems Recorder", der in der Kabine des Shuttles installiert war, noch ca. 1 Minute länger funktionierte als der Zeitpunkt, an dem der Funkkontakt abbrach. Hieraus wird geschlossen, dass auch die Crew so lange lebte. Dies würde bedeuten, dass die Astronauten die Daten der Sensoren auf ihren Instrumenten hatten und das Unglück “miterlebten”. Es scheint so, dass die Columbia bereits auseinander brach, die Crew in der Kabine aber noch am Leben war. Die NASA teilte offiziell mit, sie werde keine “morbiden Details” veröffentlichen.

09.07.03

“we found the smoking gun” ...die NASA ist sich sicher, die Ursache in dem Aufprall des Isolierschaumes gefunden zu haben. Bei einem Test, bei dem ein gleichartiges Teil auf die Vorderkante der linken Tragfläche des Shuttle “Atlantis” geschossen wurde, riss dieses Schaumstoffteil ein ca. 40cm x 40cm großes Loch. Das 0,8 kg schwere Teil traf die Kante mit ca. 850km/h.

 

 

 


Durch das Loch trat dann das heisse Gas in den Flügel ein und glühte diesen von innen heraus aus.

 

04.07.03

Die NASA hat drei der Top-Manager im Kontrollzentrum in Houston in andere Abteilungen versetzt, ohne jedoch Schuldzuweisungen zu erheben. Alle drei Mitarbeiter waren an Entscheidungen während des Fluges der Columbia beteiligt, die zur Katastrophe geführt haben könnten. Die versetzten Spitzenkräfte hätten unter anderem Analysen zu leichtfertig akzeptiert, in denen die beim Start entstandenen Schäden an der "Columbia" unterschätzt worden waren. Zudem bemängelte das Ermittlungsgremium, dass vom Shuttle im Orbit keine Aufnahmen gemacht wurden, die Hinweise auf Schäden hätten geben können.

 

Bei der NASA verhärtet sich die Theorie, wie unten beschreiben, dass das Isolierstück die Ursache darstellt. Der Bericht der Untersuchungskommission wird für Ende Juli 2003 erwartet.

26.06.03

In einer Pressekonferenz teilte der Leiter der Untersuchungskommission, Admiral Harold Gehmann mit, dass das Schaumstoffstück der Isolierung des
Haupttankes die wahrscheinlichste Ursache für das Unglück ist. Dieses Teil (siehe Meldungen unten) hatte sich beim Start gelöst und beim Aufprall auf die linke Tragfläche der Columbia wohl eine Dichtung beschädigt. Durch diesen Schaden konnte das Plasma, ultraheisses Gas, in das Innere des Flügels eindringen und so das Unglück auslösen. Diese Erkenntins stamme aus den Untersuchungen der Tonnen von Trümmern der Columbia. Erfüllt die NASA Auflagen die von der Kommisssion gestellt werden, könnten die Flüge in 6 - 8 Monaten wieder aufgenommen werden.

   01.06.03

Die NASA bestätigt die Theorie des Absturzes, noch nicht endgültig als Ursache genannt :

In einem Experiment konnte nachgewiesen werden, dass der Schaumstoff die Ursache sein kann. Hier die Daten :

Gewicht des Schaumstoffteiles : 0,757 kg
Aufschlag-Geschwindigkeit : 853 km/h
Aufschlag Winkel : 20 Grad

Dabei wurde eine ca. 56cm grosse Beschädigung an der Dichtung zwischen Panel 6 und Panel 7 erzeugt, durch die das heisse Plasma in den Flügel eindrang. Der wurde dann sozusagen, von Innen heraus ausgeglüht und brach ab.

 


12.05.03

Das CAIB gab bekannt, dass als Verursacher ein Schaden an der Verbindung Rumpf / Tragfläche in Frage kommt. Die gefundenen Wrackteile und Daten des Rekorders weisen darauf hin, dass diese Teile lange Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Der Schaden lag wohl auch schon im Orbit vor. Man geht davon aus, dass eine sog. T-Dichtung im Bereich der Panele 7-9 beschädigt wurde (möglicherweise von dem Schaum des Tanks) die dann nachgab.

links eine Zeichnung dazu  (© caib)

Man kann sehen, am Abdruck des Einschlages (des Isolierschaumes), wie die carbonverstärkte Voderkante des Flügels getroffen und dabei die Dichtung beschädigt wurde. Dadurch trat das Plasma in den Flügel ein und löste das Unglück aus.

Quelle: CAIB
 


07.05.2003

Aus Quellen der NASA verlautet, dass tatsächlich eine Beschädigung des linken Flügels von dem Isolierschaum des Tanks vorlag. Man geht von einer beschädigten Dichtung aus, die dann weiter aufriss. Details und das Endergebnis will die NASA bald veröffentlichen. Anfang 2004 sollen dann die Shuttle Flüge wieder aufgenommen werden.


25.04.03

Derzeit kursieren wieder Berichte, dass eine defekte Dichtung, das Alter oder andre Teile der Auslöser waren. Fakt ist derzeit nur, dass an einer Stelle am linken Flügel in der Nähe des Fahrwerkschachtes, dass heisse Plasma eindringen konnte und so die linke Tragfläche beschädigte, die dann brach und von der Columbia abriss. Alle Teile, die bis dato in Betracht gekommen waren, sich im Orbit von der Columbia gelöst zu haben, sind inzwischen aber gefunden worden.
Der OEX anscheinend die  Messungen fast aller der rund 670 Sensoren aufgezeichnet: Bereits um 13:48:39 Uhr UTC, 270 Sekunden nach der ersten Berührung mit der Atmosphäre (Entry Interface = EI, um 13:44:09), zeigte demnach ein Sensor in der linken Tragfläche eine ungewöhnliche Belastung an - volle 206 Sekunden vor dem ersten Anzeichen von Problemen in jenem Teil der Messungen, die als Telemetrie live zur Erde gefunkt wurden! 20 Sekunden später begann dann ein Temperatursensor einen Anstieg zu melden, der immer stärker wurde, bevor der Sensor um 13:52:19 plötzlich ausfiel: Die eingedrungene heiße Luft dürfte da schon sein Kabel durchgebrannt haben.
Dies zeigt nun, dass wohl doch schon Beschädigungen im Orbit vorlagen.

Es gibt noch keine von der NASA bestätigten Ergebnisse. Eine sehr gute Abhandlung hier zu lesen.


04.04.03       17:00

Die NASA bestätigt (CAIB) dass von 420 Sensoren korrekte Daten ausgewertet werden und das tatsächlich die Daten von dem normalen Messwerten früher als bis dato angenommen, abweichen.
Darüber hinaus ist in Texas ein Hubschrauber, der an der Suche nach Wrackteilen beteiligt war, abgestürzt. Zwei der fünf Insassen starben - auch Sie sollten hier erwähnt sein.


01.04.03         20:00

Die Auswertung des OEX (siehe 20.03.03) hat am 27.03. begonnen und die NASA teilte mit, er enthalte “wertvolle Daten” und man wolle informieren, sobald diese ausgewertet sind.
Für Presseberichte, die Aussagen es wäre bestätigt, dass der linke Flügel schon vor dem Eintritt in die oberen Luftschichten beschädigt war, konnte ich keinerlei Bestätigung der NASA finden. Angeblich sind von den Sensoren schon im Orbit inkorrekte Daten gemeldet worden.


20.03.03             21:00

In Texas, Hemphill ist ein Datenrekorder, der sog. OEX (Orbiter Experiment Support System recorder) gefunden worden. Dieser Rekorder arbeitet nur während der Start- und Landephase und zeichnet Sensorendaten zu Temperatur, aerodynamischen Druck, Vibrationen und andere Daten aus mehreren Sensoren im Orbiter auf. Der Rekorder war bei dem Fund vollkommen intakt und man hofft nun wertvolle Daten von dem Magnetband zu erhalten.

10.03.03             21:00

Anscheinend hat der Kommandant “Husband” ca. 26 Sekunden vor Abbruch des Funkverkehrs versucht den Autopiloten ab zu schalten und von Hand zu steuern. Darauf hin deuten angeblich einige der letzten Datenfragmente die von der Columbia empfangen worden sind. Ob der Schalter des Autopiloten umgelegt wurde und wenn ja, ob es absichtlich oder aus versehen geschah, ist nicht klar. Nach diesen Daten war die Funkverbindung noch für 25 Sekunden aufrecht erhalten, es wurden aber keine auswertbaren Daten mehr übermittelt. Sollte diese Meldung korrekt sein, hätte die Crew zumindest 30 Sekunden vor dem Verglühen was von den Problemen bemerkt. Diese Meldung der Presseagenturen soll auf Aussagen einer NASA Sprecherin beruhen.

07.03.03

Die NASA hat am 01. März ein Video veröffentlicht, dass die Astronauten ca. 11 Minuten vor dem Unglück aufgenommen haben. In dem Video ist zu sehen, wie die Besatzung beim Wiedereintritt aus den Fenstern das Plasma beobachtet "Das ist toll, es ist ein leuchtendes Orange-Gelb an der ganzen Nase" hört man ein Mitglied der Besatzung sagen. Anscheinend deutet zu diesem Zeitpunkt nichts auf das Unglück hin.

Derzeit, 05.03.03, sind noch keine neuen zuverlässigen Hinweise auf die Ursache bekannt.


26.02.03       23:00

Hier die letzten Spekulationen, von der NASA selbst sind noch keine neuen Erkenntnisse veröffentlicht:

Laut NASA wurde eine Hitzeschutzkachel der Raumfähre entdeckt, die rätselhafte orange Spuren aufweist. Die Kachel gehörte zum Hitzeschild der Columbia, der die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schützen sollte. Admiral a. D. Harold Gehman, der Vorsitzende der zur Klärung der Absturzursachen eingesetzten Untersuchungskommission CAIB, sagte, hier könne nicht von Schäden aufgrund von extremer Hitze die Rede sein.

Die Unglücksursache ist bislang ungeklärt. Nach Angaben des Unternehmens Boeing vom vergangenen Freitag hatten kurz nach dem Start am 16. Januar drei abgelöste Isolierteile - und nicht wie bislang angenommen nur ein Teil - die Hitzeschutzkacheln getroffen.

Der NASA zufolge wurde am zweiten Flugtag ein nicht-identifiziertes Objekt mit einer Seitenlänge von 30 Zentimetern beobachtet, das sich von der Raumfähre wegbewegte. Drei Tage später versank dieses Teil im Pazifischen Ozean, ohne dass festgestellt werden konnte, ob es sich um Weltraum-Müll handelte, der möglicherweise mit dem Shuttle kollidierte, oder um ein Teil der Raumfähre selbst. Eine andere Annahme besagt, extrem heißes Gas sei möglicherweise in die linke Radabdeckung eingedrungen, und die dadurch ausgelösten Beschädigungen könnten zu dem Unfall geführt haben.

AFP © yahoo

17.02.03     23:30

Hinweis : das Militär (?) / die Untersuchungskommision fährt die Politik der “Nicht-” Information. Ich werde hier keine der fantastischen Spekulationen der Medien mehr aufführen, sondern warte auch die nächsten Info’s der Kommission oder NASA. Sobald es Neuigkeiten gibt, sind diese hier zu finden.


13.02.03       22:30

Nun doch der Schaumstoff, der beim Start abgefallen ist ?
Der NASA Ingenieur Robert Daugherty hatte am 30 Januar eine E-Mail an seine Kollegen verschickt, in der er auf die Gefahr hin weist, die durch die Beschädigungen des Schaumstoffs am linken Flügel, entstehen könnte. Er weist hier im Besonderen darauf hin, dass bei Schäden am Fahrwerkschacht sich der (die) Reifen erwärmen könnten und gar zum Platzen gebracht werden könnten. Das Szenario reicht bis dahin, dass der Fahrwerkschacht aufgeht (z.B. durch beschädigte Hydraulik) oder die Klappe sogar abfällt. Er schreibt von einem Flug mit nur einem ausgefahrenem Fahrwerk “..dann seid Ihr am Ende”... Das original E-Mail kann hier als PDF downloaded werden. Diese Szenarien würden zu den bis heute bekannten Fakten passen. Ein Schaden am Hitzeschild lässt die Temperatur im Fahrwerkschacht steigen, die Sensoren fallen darauf hin aus. Die Temperatur steigt so weit, dass die (der) Reifen platzt. Dadurch wird die Klappe des Fahrwerkschachtes weggesprengt oder sie geht nur auf. Aus diesem Grunde steigt der Luftwiderstand an der linken Tragfläche derart, das das Lagekontrollsystem nicht mehr ausgleichen kann. Die Columbia dreht ihre ungeschützte Breitseite in die Flugrichtung. Fahrtwind und 1600°C lassen den linken Flügel abbrechen, die Columbia verglüht ...... (ein Szenario ! Nicht bewiesen, aber möglich)
Heute gab die NASA auch bekannt, daß alle sterblichen Überreste der 7 Besatzungsmitglieder nun identifiziert sind. “We are comforted by the knowledge we have brought our seven friends home,"

Heute meldete die USAF dass das angebliche “Starfire” Teleskop Photo was durch die Presse geisterte nicht von dem hochauflösenden Teleskop aufgenommen wurde, sondern von Mitarbeitern in deren Freizeit an einem handelsüblichen Amateurteleskop (wenn auch mit 80cm Öffnung) Hier wird also nichts was zur Aufklärung beitragen könnte erwartet.
 

 


12.02.03     22:00

Die unabhängige Kommission unter Leitung des Admiral a.D. Gehman hat die Untersuchung aufgenommen. In spätestens 60 Tagen will man die Ergebnisse präsentieren und dazwischen nicht neue Untersuchungen usw. preisgeben.
Der letzte Stand ist, dass die Fotos der USAF ausgewertet werden, man sucht auch nach möglichen weiteren Anzeichen das tatsächlich Weltraumschrott den Orbiter getroffen hat und man hat wohl die Vorderkante des linken Flügels gefunden. Der Flügel ist nicht das westlichste der gefundenen Trümmer, so dass immer noch Raum für andere Ursachen bleibt. Die Trümmer werden alle im Kennedy Space Center gesammelt und ausgewertet, auch sind noch keine Trümmer westlich von Fort Worth gefunden worden. Es werden auch Radar-Daten ausgewertet, die die Theorie “Weltraumschrott” beleuchten sollen.

Anmerkung: Obwohl wir nun von der Untersuchungskommission keine weiteren Neuigkeiten erwarten, werden wir trotzdem am Ball bleiben und hier alles schreiben, was wir erfahren.



09.02.03   23:30

Bei der NASA ist bekannt geworden, dass von der USAF am 17. Januar, also dem zweiten Tag des Fluges von STS-107 ein kleiner Gegenstand beobachtet wurde, der mit 5 Meilen / Sekunde ( 8 Meter / Sek.) vom Orbiter weg driftet. Ob es sich hierbei um ein Teil der Columbia handelt oder einfach nur Eis aus dem Abwassertank oder etwas anderes ist derzeit noch nicht bekannt. Man untersucht derzeit die Aufzeichnungen des Fluges, ob in den Telemetriedaten oder Meldungen der Crew irgend etwas diesbezüglich enthalten ist.


09.02.03     20:20

In diversen Medien wird berichtet, dass auch eine Kollision mit Weltraumschrott oder gar einem Meteor nicht ausgeschlossen ist. Sicher ist das auch im Bereich des Möglichen, nur wäre das ein grosser Zufall, dass ein Meteor das Shuttle trifft und Weltraumschrott wird von mehreren Organisationen (NASA, ESA..... Militär) genauestens beobachtet und kontrolliert. Die Shuttles haben auch eine so niedrige Umlaufbahn, dass der Schrott schnell verglüht. Ebenfalls ist davon aus zu gehen, dass ein Aufprall eben dieser Teile sicher von der Crew bemerkt und gemeldet worden wäre. Anlass zu diesen Spekulationen sind die Videos, die irgendwelche Gegenstände zeigen, die sich langsam von der Columbia wegbewegen.


08.02.03     00:30

Pressekonferenz NASA:
Die NASA stellt grafisch die Sensoren und deren Ausfälle dar. Man sieht, dass die Sensoren nacheinander ausfallen bis zum Abbruch der Verbindung. Die Sensoren, die abnormale Werte melden, sind meist an der Stelle, wo der Flügel auf den Rumpf trifft und im Fahrwerkschacht. Man sieht, dass die Sensoren nacheinander ausfallen bis zum Abbruch der Verbindung. Die Sensoren, die signifikante Temperaturanstiege melden, sind alle im linken Fahrwerkschacht und am Querruder des linken Flügels positioniert. Es fällt auf, dass alle Sensoren, die Ausgefallenen und die mit Temperaturerhöhungen, am gleichen Kabelstrang hängen. Ein einziger Sensor fällt jedoch aus dieser Reihe heraus. Dieser Temperatursensor, liegt am Rumpf des Shuttles ÜBER dem Flügel.
Auch wird ein sehr unscharfes Schwarz-/Weiss- Foto gezeigt, das das unten genannte USAF Foto sein soll. Auf diesem Foto ist nichts zu erkennen. Es gibt heute, 6 Tage nach dem Unfall nur eine Unmenge an Daten aber noch kein Lösungsansatz. Inzwischen konnte ein Teil einer Tragfläche gefunden werden, noch ist nicht klar, ob es von der Linken stammt. Obwohl es einige Bilder gibt, auf denen schon über Kalifornien von Problemen auszugehen ist, gibt es bei der NASA keinerlei Daten oder irgendwelche Anzeichen, dass der Flug nicht normal war zu dieser Zeit.


Hier ein Schaubild (klick auf das Bild zum vergrößern) das die Sensoren zeigt.

Hier der Link zu allen Bildern

 


07.02.03       12:00

Angeblich hat eine hochauflösende Teleskop Kamera der US Air Force den Wieder-Eintritt des Shuttles verfolgt und dabei die letzten Minuten gefilmt. Nach unveröffentlichen Fotos sollen hier an der linken Tragfläche, nahe zum Rumpf des Orbiters hin, schwere Schäden sichtbar sein, ca. 1 Minute vor dem Verglühen. Das beobachtende Teleskop “Starfire” wird normalerweise zur Satelitenbeobachtung eingesetzt und soll in 1000km Entfernung noch 30cm auflösen können. Eine Sprecherin der US Air Force bestätigte, das Bilder an die NASA weitergeleitet wurden. (Quelle : Aviation Week & Space Technology)

07.02.03       00:30

Pressekonferenz NASA:
Die Theorie des Schaumstoffs ist so gut wie verworfen. Neue Bilder vom Start zeigen keine (sichtbaren) Schäden. Dagegen hat sich wohl schon viel weiter westlich etwas vom Orbiter gelöst (siehe Bild unten). Das Trümmerfeld ist weitaus größer als vermutet und man sucht nun auch in Kalifornien nach Teilen. Bis jetzt wurden dennoch keine Trümmer westlich von Fort Worth, Texas, gefunden. Im Weiteren ist der gemessene Temperaturanstieg kurz vor dem Unglück mit 30° - 40° C / 5 Minuten kein Zeichen, dass der Hitzeschild versagte, da die umgebende Luft zu dem Zeitpunkt schon ca. 1000°C heiss war.
Derzeit wird versucht, aus dem Datenstrom der letzten 32s irgend etwas verwertbares heraus zu filtern. “Vielleicht können wir die erste Sekunde und dann die letzte Sekunde rekonstruieren, wir müßen Bit für Bit versuchen die Daten wieder her zu stellen”.
 

05.02.03     23:30

Pressekonferenz NASA :
Die NASA geht inzwischen nicht mehr davon aus, dass das abgetrennte Schaumstoffteil vom Externen Tank die Hauptursache des Unfalls war. Die NASA stellte den Schaumstoff vor, der sehr weich und leicht ist und in der Hand leicht zerbröselt werden kann. Diese Schaum kann selbst bei der Geschwindigkeit von 700m/s (die hatte das Shuttle 80s nach dem Start, das Teil traf dann den Orbiter mit 500m/s) nicht genug Energie entwickeln, um die Kacheln nachhaltig zu beschädigen. Auch ist kein Eis oder ähnliches vom Tank abgefallen sondern es war definitiv der Schaumstoff. Ausserdem waren bei 11 anderen Flügeln größere Kratzer oder Beschädigungen an den Kacheln entdeckt worden, die keinerlei Einfluss auf den Flug hatten.
“Wir glauben, es muss da noch etwas anderes sein”
Im weiteren geht man davon aus, dass die “pyros” (Sprengvorrichtungen) im Radkasten (wheel well) durch die beobachtete Temp.-Erhöhung von 30-40 Grad in 5min NICHT explodieren, diese können noch intakt auf dem Boden liegen und eine erhebliche Gefahr darstellen.
Sicher ist, das das “flight controll system” (FCS) in den letzten 5 Minuten des Fluges verstärkt korrigieren musste, sogar unter zünden zweier Lagekontrolldüsen, um den erhöhten Luftwiderstand auf der Linken Seite zu kompensieren (siehe auch 04.02. und 03.02) Möglicherweise kann man aus den letzen Daten noch weitere Informationen diesbezüglich gewinnen. (02.02. : An dieser Stelle gibt es dann noch für 32 Sekunden Daten, die aber völlig konfus und noch nicht ausgewertet sind.)
Bzgl. des “Ausstieges” wurde erwähnt dass zwar Raumanzüge an Bord waren und Leinen (Halteseile) aber keine Halterungen oder der “Raketenrucksack”  die man benötigt hätte um die (glatte) Unterseite des Shuttles erreichen zu können.

Im www tauchen Bilder auf, die zeigen, dass von der Columbia schon über Kalifornien etwas abgebrochen ist. Sie zeigen 4 Teile, die um 14:53:46UT, 14:53:48, 14:53:57 und 14:54:03UT vom Shuttle fallen..


© John Sanford

 

04.02.03       19:00

Die jetzige Besatzung der ISS wird ihren Aufenthalt bis Ende Mai verlängern. Ursprünglich sollte sie im März mit dem Shuttle “Atlantis” zur Erde zurückkehren und eine neue Besatzung einziehen. Da noch nicht klar ist, wann das nächste Shuttle starten wird, wird nun geplant, dass die Astronauten mit der angedockten Sojus Kapsel zurückkehren werden. Die weitere Versorgung der ISS kann auch durch die russische RSA gewährleistet werden. Diese hat, um die Kapazitäten zu sparen, vorerst den privaten Weltraumtourismus auf Eis gelegt. Der letzte Versorgungs- Transporter vom Ty Progress dockte am 03.02.03 an die ISS an.

04.02.03   ......

Rechts :
der aufgespritzte Schaumstoff der Isolierung am externern Tank (hier helle Fläche) - ist sein Ablösen Schuld am Unfall ?

Bild klick hier !
 

04.02.03     18:30

Ein neuer Verdächtiger reiht sich nun in die Reihe der Spekulationen ein : Der Bordcomputer. Wie im Bericht unten, hat zum ersten mal das “Flight Controll System” im Shuttle zwei der Steuerdüsen gezündet. Hier wird spekuliert, dass durch die Messungen im Flügel und Ausfälle der Sensoren verursacht, das “Flight Controll System” von einer instabilen Fluglage ausging und versuchte dagegen zu steuern. Dazu kommt, das bereits 1996 ein Fehler im Computer der Columbia während des Wiedereintritts auftrat.

03.02.03     23:30

Pressekonferenz NASA:

Das Teil, das beim Start abgetrennt wurde, hatte 50cm x 40 cm x 15 cm Grösse und wog ca. 1,2 kg. Dieses Teil traf die Tragfläche nicht im 90°- Winkel von vorne, sondern im flachen Winkel, ca. 60°, von unten. Nach Berechnungen geht man davon aus, dass die kinetische Energie ausreichte, um einen strukturellen (sehr lokalen) Schaden im Bereich (neben) dem Fahrwerkschacht des linken Flügels hervor zu rufen.

Als der erhöhte Luftwiderstand das Fluglage-System (flight controll system) die unten genannten Lagekorrekturen durchführen lies, wurde das zuerst mit den Querrudern des Orbiters gemacht; als dies nicht ausreichte, schaltete das System auch zwei der vier  “Yaw” (Kurslage-) Düsen für 1,5 Sekunden ein. Danach begann wahrscheinlich das Rollen des Orbiters. Dadurch kam die ungeschütztere Seite des Shuttles (weisse Oberfläche) in das heisse Plasma (erhitzte Luft) und konnte den Temperaturen nicht standhalten, für das es auch nicht ausgelegt war.  Im weiteren wird darauf hin gewiesen, dass nicht zum ersten mal beim Start Teile vom Tank, Isoliermaterial, abgeschält wurde und den Flügel von unten traf. STS 50 uns STS 112 zeigten auch beschädigte Kacheln, einige Inch lang und zehntel Inch tief (1inch = 2,54 cm).
Was aber führte zu dem erhöhten Luftwiderstand am linken Tragfläche ?

 

03.02.03     22:30

Beim genauen Betrachten des Bildes erkennt man, dass das Bild nicht die linke Seite des Shuttles, sondern die rechte Seite zeigt. Auch ist zu erkennen, dass zumindest das “obere” kein Riss, sondern eine Nahtstelle ist. Beim unteren (roter Kreis) könnte es sich um einen Riss handeln. Wahrscheinlich aber ist dies auch eine Naht oder ähnliches. Dieses Bild ist ein “fake” - und zeigt keine Risse. Zum Bild hier klicken

03.02.03   16:00

Die israelische Zeitung “Maariv” behauptet ein Photo zu haben, das am linken Flügel der Columbia lange Risse zeigt. Das Photo wurde am 21. Jan. 03 zufällig aufgenommen als der Astronaut Ramon mit dem israelischen Ministerpräsidenten ein Interview führte. (Bild oben)
 

Die NASA veröffentlicht Bilder vom Start der Columbia, auf denen zu erkennen ist, wie das Teil der Isolierung den Orbiter trifft.

Bild hier !

klick auf das Bild zur Bilderserie

02.02.03   23:20 - 00:15

Pressekonferenz der NASA (Zeiten MEZ):
folgende Details zum Unglück werden genannt :

- 14:52 die Temperatur an drei Sensoren der Bremsanlage des linken Fahrwerkschachtes beginnt zu steigen.

- 14:53 (Linke Tragfläche) Die Systeme melden eine Fehlfunktion in der Hydraulik, die Temperatur im Fahrwerkschacht steigt um 23°C / 5 Minuten, ebenfalls gibt es Probleme mit dem Druck der Bremsanlage und der Druck im Reifen fällt.

- 14:54 (über Ost-Californien) die Temperatur in der linken Treibstoffleitung steigt im Flügel abnormal über 60°C / 5 Minuten, auf der rechten Seite ist alles normal mit 15°C / 5 Minuten. An der Nahtstelle des Flügels zum Orbiter steigt auf der linken Seite die Temperatur auch um mehr als 60°C / 5 Minuten, in dem Frachtraum aber (ein Sauerstoff Tank ist an der Stelle) ist die Temperatur normal.

- 14:58 (über New-Mexico) die Temperatur an der linken Tragfläche steigt weiter abnormal an. Das automatische “flight control system” beginnt das Shuttle nach rechts zu steuern, um die linke Seite zu kühlen, was eigentlich dem normalen Flugablauf entspricht. Das Shuttle beginnt nach links zu rollen und das Sytem steuert nach rechts dagegen, eigentlich normale Bewegungen in den verschiedenen Luftschichten, doch diesmal war die Größe (in Grad) der Flugbewegungen höher als jemals zuvor. Dies lässt Rückschlüsse zu, dass die Flugbewegungen nicht normal waren. (“Wir hatten links einen Anstieg des Luftwiderstandes”) Während dieses Manövers werden auch aus der rechten Tragfläche Druckverluste im Reifen und Brems-Hydraulik gemeldet und Sensoren fallen aus. Dies deutet auf einen “physikalischen Verlust des Reifens hin” (rechts!).
An dieser Stelle gibt es dann noch für 32 Sekunden Daten, die aber völlig konfus und noch nicht ausgewertet sind. Nach diesen 32 Sekunden bricht jeglicher Kontakt ab.
Ein Augenzeuge berichtet von einem größeren Teil, was ca. um diese Zeit abgefallen ist, die NASA glaubt dies.
Die Astronauten berichteten bis zum Abriss des Funkkontaktes nicht von irgendwelchen Problemen. Selbst wenn die Flugbewegungen nicht in Ordung waren, müssen die Astronauten dies in dieser Höhe bei der Geschwindigkeit nicht bemerkt haben.

Dittemore beschreibt, selbst wenn man ausgestiegen wäre oder auch mit Teleskopen von der Erde aus den Orbiter angeschut hätte, man hätte nichts am Shuttle im Weltraum tun können. Die NASA hat inzwischen bestätigt, dass zwei Raumanzüge an Bord waren, aber die Besatzung sei nicht ausgebildet gewesen.

 

02.02.03   23:00

NASA dehnt Ermittlungen auf Hersteller des Externen Tanks aus
(von diesem hatte sich beim Start am 16.01. das Schaumstoffteil gelöst. Dieses Teil hat wahrscheinlich Hitze-Schutz-Kacheln an der Vorderkante des linken Flügels beschädigt.)

02.02.03   17:00

Es werden immer mehr Teile gefunden.

02.02.03   16:36

Das Trümmerfeld in Texas misst über 1000 Quadratkilometer. Dort, wo die Teile niedergegangen sind, entstanden wegen der ernormen Hitze kleine Brände. Zum Glück wurde am Boden niemand verletzt.
In Nord-Texas wurden Hüftknochen und ein verkohlter Schädel gefunden.

02.02.03 13:00

 Menschliche Überreste wurden gefunden. Neueste Spekulationen sind, dass die Hydraulik ausgefallen ist (Walter, Astronaut) durch die Beschädigung beim Start. Dadurch fiel die Steuerung aus und das Shuttle war fluguntauglich und nicht steuerbar, drehte die nicht durch Kacheln geschützte Seite in die Hitze und konnte so verglühen. Lt. Walter hätte die NASA bei einem Ausstieg den Fehler finden können - nur was dann ? Wie reparieren ?



© Bild CNN

02.02.03 11:28

N-TV ein Interview mit Ulrich Walter:
Demnach sind auf jeder Shuttle-Mission Außeneinsätze möglich.Dazu hätten dann aber zwei Crewmitglieder abgestellt werden
müssen, die dann zwischen 1 bis 2 Tagen die geplanten Experimente nicht hätten durchführen können. Da der Zeitplan für die Experimente sehr straff ist, hätten zwangsläufig einige gestrichen werden müssen.

Hat die NASA aus finanziellen Gründen das Shuttle nicht geprüft ?

02.02.03   11:00

Lt Radionachrichten evtl erste Leichenteile gefunden.Keine Explosion an Bord, sondern Versagen des Hitzeschildes.

01.02.03

Ausfall der Sensoren beginnend an der Linken Tragfläche (Hinterer Teil) Beschädigung durch verlorene Dichtung beim Start ? (mehr dazu auf der Bericht-Seite)

01.02.03

keine Hinweise auf terroristischen Anschlag* CNN 17:00 MEZ
*weiterhin keine Hinweise auf Terror - FBI wird nicht eingeschaltet.* 17:35 CNN
*hochgiftige Trümmer über Hunderte von Kilometern verstreut* 17:45 CNN
* NASA Pressekonferenz um 19:00 MEZ*
*Raketenangriff so gut wie ausgeschlossen. Shuttle war zu hoch und zu schnell* 18:40 CNN
*falscher Einflugwinkel Ursache der Tragödie ?* 18:58 CNN

 

01.02.03

Auf CNN erzählt ein Zeuge, er hätte ein Flugzeug in der Nähe des Shuttle gesehen (Blick vom Boden aus); ** verworfen**