Space Shuttle Columbia OV 102 zerstört ....
(auf dieser Seite die Berichterstattung am 01. Februar 03)
(die Infos auf dieser Seite sind möglicherweise nicht korrekt, die jeweils neuesten Erkenntnisse und alles danach, Aufklärung / Diskussion und Spkulationen hier klicken )

In Gedenken an die 7 Opfer und Ihre Angehörigen !
Pilot McCool,
Commander Husband,
Mission Specialist Chawla
Mission Specialist Clark
Mission Specialist Brown,
Payload Commander Anderson
Payload Specialist Ramon.
Newsticker :
NASA 00:05 MEZ (CNN) :
die letzten Minuten :
14.53 MEZ Sensoren für die Temperaturmessung fallen aus
14.56 MEZ Die Temperatur auf der linken Seite der Fähre steigt an
14.58 mehrere Sensoren (Temperatur, Hydraulik; Reifendruck) fallen aus
14.59 weitere Sensoren fallen aus, Kontrollstation informiert die Columbia, die Crew bestätigt, “Roger - wir beobachten das”, dann reisst der Funkkontakt ab.
klick hier zur Ansicht des Hitzeschutzschildes aus Keramik- Kacheln
NASA 22:20 MEZ(Pressekonferenz, Mr. Dittemore, Shuttle Program Manager):
Die ersten Anzeichen von Problemen gab es wenige Minuten vor 15: 00 MEZ , kurz nach dem Eintritt der Columbia in die oberen Luftschichten. Als erstes fielen 8 Temperatur- und Druck- Sensoren an und in der linken Tragfläche aus, dann stieg die Temperatur im Innen-Bereich der linken Tragfläche. Als nächstes zeigten die Sensoren einen Druckverlust der Reifen am Fahrgestell in der linken Tragfläche. Dann riss der Funkkontakt ab - so als ob jemand den Draht abgeschnitten hätte.
Nach dieser Erklärung, scheint tatsächlich das Unglück an der linken Tragfläche begonnen zu haben. Hatte tatsächlich ein Teil beim Start die Kacheln des Hitzeschutzschildes beschädigt ? Mehr dazu weiter unten im Text.
In dieser Mission konnte die Crew nicht aus dem Shuttle aussteigen, um den Unterboden zu prüfen oder zu reparieren, da weder die Raumanzüge noch der Robotterarm an Bord waren . . .(klick dazu auch hier) Beim Abtrennen des externen Tanks wurden Aufnahmen mit einer Hand-Videokamera gemacht, um zu prüfen, welches Teil genau die Tragfläche getroffen hatte. Die entsprechenden Kassetten wurden dann mit "process immediately” markiert und hätten somit unmittelbar nach der Landung untersucht werden sollen. Dazu kam es ja leider nie.
Natürlich sind nun alle zukünftigen Starts “on hold”, bis die Ursache gefunden ist. Die aktuelle Crew in der ISS muss dennoch nicht im All ausharren, sondern könnte zur Not mit einer angedockten russischen “Sojus”- Kapsel zur Erde zurückkehren.
*keine Hinweise auf terroristischen Anschlag* CNN 17:00 MEZ
*weiterhin keine Hinweise auf Terror - FBI wird nicht eingeschaltet.* 17:35 CNN
*hochgiftige Trümmer über Hunderte von Kilometern verstreut* 17:45 CNN
* NASA Pressekonferenz um 19:00 MEZ*
*Raketenangriff so gut wie ausgeschlossen. Shuttle war zu hoch und zu schnell* 18:40 CNN
*falscher Einflugwinkel Ursache der Tragödie ?* 18:58 CNN
Nachricht / Hintergrund :
Beim Re-Entry ist am 01.Februar 2003 das Space Shuttle Columbia verglüht. Um ca. 15:00 MEZ riss der Funkkontakt zum Shuttle ab und am Himmel war ein Rauchstreifen mit mehreren Explosionen zu sehen. Alle 7 Astronauten fanden den Tod.
(NASA:) Columbia zündete die Bremsraketen um 14:16 MEZ und trat in die Erdatmosphäre ein. Zu diesem Zeitpunkt funktionierten alle Systeme einwandfrei. (Nun erhitzt sich das Shuttle auf 1800°C -2000°C auf der Unterseite und der Funkkontakt fällt für 5-7 Minuten wegen der Hitze aus, danach sollte sich die Crew wieder melden). Die Kommunikation brach um ca. 15:00 MEZ ab als das Shuttle über Texas flog (16 Minuten bis zur geplanten Landung in Florida). Die NASA begann sofort, Columbia zu suchen, aber die Kommunikation konnte nicht wiederhergestellt werden. Kurze Zeit später waren die ersten (Amateur-) Bilder zu sehen, die den Totalverlust bestätigten.
Columbia zerbrach in mehrere Teile. Der Funkkontakt brach beim Anflug auf Florida in einer Höhe von 200.000 Fuss ( 61 000 m ) über Texas ab. Danach zeigte sich am Himmel diese Rauchfahne, in der mehrere Teile zu verglühen schienen. Die Columbia war hier ca. 20.120 km/h schnell. Es können 6 - 7 Teile ausgemacht werden und mindestens 2 Explosionen. Anscheinend ist der Knall, der von Zeugen gehört wurde nicht auf die Explosion zurückzuführen, sondern auf eine Art von Überschalldruck, also ein Überschallknall wie er bei z.B. Kampfflugzeugen zu hören ist.
Eines der ersten Bilder, nachdem der Funkkontakt abgebrochen war (15:00 MEZ).



Flugbahn
<<< links : das Wetter-Radar zeichnet den Absturz auf. Die rote (gelbe) Farbe steht für sehr dichte Wolken (Rauch). Die Bahn ist 460km lang.
61.000 m ist ca. 5x -6x höher als jedes Linienflugzeug fliegt und auch Kampfflugzeuge können diese Höhe nicht erreichen.
Zeugen aus Texas berichten von lautem Grollen und Knallen als das Shuttle explodierte.
Auf CNN erzählt ein Zeuge, er hätte ein Flugzeug in der Nähe des Shuttle gesehen (Blick vom Boden aus); wahrscheinlicher ist, dass ein Fehler im Hitzeschild die Katastrophe auslöste, möglich ist auch, dass der Flugwinkel nicht korrekt war und so zu einer
erhöhten Hitzeentwicklung führte.
Das Shuttle fliegt beim Wieder-Eintritt ohne Antrieb und wird nur wie ein Segelflugzeug gesteuert. So kann die Flugbahn nur wenig verändert werden, wenn hier ein Problem besteht. Die Piloten beschreiben das Fliegen des Shuttles wie “einen Backstein mit Flügeln fliegen”
Spezialisten sprechen davon, man könne “super heisse” ionisierte Luft sehen und danach den ersten Blitz, eine Explosion. Es scheint so, als seien zuerst die Tragflächen abgebrochen und danach der Rumpf explodiert. Gerüchte, der Aufenthalt von 16 Tagen im All könnte Schuld sein am Hitzeschild-Defekt halten wir für nicht haltbar. Andere Shuttles waren auch schon 14 Tage im All und die Konstruktionen sind für weitaus längere Aufenthalte gedacht.
16:49 MEZ: erste Teile des Shuttles wurden bei Dallas gefunden. Die Teile können (wegen den Treibstoffen usw) toxisch sein und sollten nicht berührt werden.
Am Tag ihres Starts hatte die Columbia einen Teil der Isolierung eines Außentanks verloren. Dieses Teil schlug vermutlich gegen die linke Tragfläche der Fähre. Die NASA stufte den Schaden jedoch als gering ein und erklärte, das Shuttle werde dadurch beim
Eintritt in die Atmosphäre nicht gefährdet. Experten spekulierten kurz nach dem Absturz, es müsse Probleme mit dem Hitzeschild gegeben haben.
Die Columbia war das älteste der Shuttles auf ihrem 28. Flug, mehr Info zur Columbia hier klicken
Die Shuttles sind auf der Unterseite durch einen Hitzeschild aus mehr als 20.000 Keramik-Kacheln geschützt, die normalerweise den Temperaturen von 1800°C - 2000°C standhalten.
News und Quellen :
NASA, CNN, NTV und andere Medien
Danke an Stefan Griesing, Sven Lüke und Ulrich Rieth für ihre Hilfe bei den Recherchen.
