Erdbeben in Algerien am 21. Mai 2003

Am 21.05.2003, 18:44:19 UT (19:44 MESZ) ereignete sich in Nord-Algerien ein schweres Erdbeben. Die Magnitude des Hauptbebens lag bei ca. mb= 6.6.
Das Epizentrum lag genau bei 36,89° N  3,78° E in einer Tiefe von 10km. Eine Reihe von Nachbeben in der Nacht erreichte die Stärke von mb=5,7. Derzeit (22.05.03) wird von über 700 Toten und 4600 Verletzten gesprochen. Die Sachschäden sind enorm.
Das Beben wurde mit einer Stärke von ca. mb=4 auf Mallorca und knapp mb=3 auf dem spanischen Festland registriert und hatte einen Radius von 709 km. Es wurde eine kleine Flutwelle von ca. 1m Höhe durch das Beben verursacht.
Update 24.05. : ca. 1750 Tote und 7700 Verletzte !
Update 25.05. :        2000                  8600

In der Zone, wo sich das Beben ereignete, schiebt sich die Afrikanische Kontinentalplatte mit ca. 6mm pro Jahr in nord-westlicher Richtung an der Eurasischen Kontinentalplatte vorbei.

Bild: der Stern zeigt die Lage des Epizentrums

 

 

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Das folgende Seismogrammbeispiel zeigt die Aufzeichnung der Erdbebenwellen, die nach ca. 200 Sekunden an der Referenzstation GEC2 des GERESS-Arrays im Bayerischen Wald registriert wurden. Dargestellt sind die ungefilterten Seismogramme mit den drei Komponenten des Breitbandseismometers STS-2. Auf der Vertikalkomponente GEC2z ist die Ankunftszeit der Kompressionswelle P markiert, während der Einsatz der Scherwelle S auf der Horizontalkomponente GEC2e (Ost-West) deutlicher zu verzeichnen ist. Zeitlich folgen die Oberflächenwellen mit den größten Amplituden.

 

In der folgenden Abbildung sind die Ankunftszeiten der Kompressionswelle P auf den kurzperiodisch gefilterten Seismogrammen von allen Stationen des GRSN (German Regional Seismological Network) markiert. Aus der zeitlichen Differenz dieser P-Einsätze kann die Richtung, aus der die seismischen Wellen kommen, und die Entfernung zum Ursprung der Wellen und damit das Epizentrum des Erdbebens ermittelt werden

 



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