Perseiden 11/12.August 2004

[cip] Meteore sind einer der kürzesten astronomischen Ereignisse die man am Himmel beobachten kann, aber gleichzeitig kommen sie uns so nahe wie kein anderes.pers04

Vom 11. auf den 12. August 2004 ist es wieder soweit. Der Meteorenstrom der Perseiden erreicht sein Maximum. Während dieser Zeit ist mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde am Nachthimmel zu rechnen. Die gesamte Perseiden Meteorenaktivität erstreckt sich vom 20 Juli bis zum 24.August.

Die Perseiden haben ihren Ursprung vom Komet 109P Swift-Tuttle. Dieser hat bei einem  Besuch in unserem Sonnensystem mit seinem
Schweif eine Partikelspur hinterlassen.

Jedes Jahr im August, wenn die Erde in diese Partikelwolke, einem s.g. Dust Trail kommt, treten diese Partikel in die Erdatmosphäre ein und
verglühen. Wir sehen dann dieses Leuchten in Form eines Meteors oder im Volksmund “Sternschnuppe” genannt.

Alle Meteore eines Stroms scheinen am Himmel aus einer Richtung zu kommen. Dies hat seinen Ursprung darin, dass alle Meteore
bedingt durch die Zugrichtung der Erde und der Bewegungsrichtung der Dust Trail  Wolke paralell zu einander in die Erdatmosphäre eintreten. Meteore die genau auf uns zukommen sehen wir nur als einzelnen aufleuchtenden Punkt. Meteore die praralell dazu b.z.  weiter nördlich in die Atmosphäre eintreten sehen wir als Strich. Hier können wir
seitlich auf die Flugbahn schauen. Der Punkt am Himmel aus dem scheinbar alle Meteore eines Stroms kommen nennt man Radiant. Die einzelnen Meteorströme werden daher nach der Position der Radianten benannt. Bei den Perseiden ist es das Sternbild Perseus.

Das Sternbild Perseus wird am 11.August 2004 gegen 23:00 Uhr MESZ in Richtung Nord Ost knapp über dem Horizont zu finden sein.
Der Radiant und das Sternbild werden dann im Laufe der Nacht über den Himmel wandern, 1bis es dann am Morgen um 7:30 Uhr MESZ
seinen höchsten Punkt am Himmel erreicht hat.
Zu diesem Zeitpunkt wird es jedoch wieder vom Morgensonnenlicht überstrahlt sein.

Die schmale Mondsichel wird erst gegen 01:50 Uhr MESZ aufgehen und stört daher bei der Beobachtung der zumeist schwachen
Meteore, nicht sonderlich.