Der Mars-Rover "Opportunity" hat klare Hinweise darauf gefunden, dass auf dem Mars einst genügend Wasser geflossen ist, um die Entstehung von Leben zu
ermöglichen. Das gab die US-Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag bei einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz bekannt. NASA-Wissenschaftler Steve Squyres betonte, dass bei der Entdeckung habe auch das deutsche Mößbauer-Spektrometer geholfen habe.
Demnach hatte der Rover unter anderem mit Hilfe des deutschen Spektrometers einen
Felsen in der Meridian-Tiefebene untersucht. Hinweise auf Wasservorkommen gaben unter anderem bestimmte Schwefelverbindungen sowie das Aussehen des Felsens. "Flüssiges Wasser ist einst durch diese Felsen geflossen. Es änderte ihre Beschaffenheit, und es änderte ihre chemische Zusammensetzung", sagte Squyres, der Chefwissenschaftler für die Geräte im Rover "Opportunity".
Der Rover sei in einem Gebiet auf dem Mars gelandet, das einst von flüssigem Wasser
überflutet war, sagte NASA-Chefwissenschaftler Ed Weiler. "Diese Gegend wäre eine gute, bewohnbare Umgebung gewesen". Unklar blieb zunächst, wie lange es her war, dass Wasser auf dem Mars geflossen war. "Das beste wäre, man könnte einen dieser Felsen zur Erde zurückbringen", sagte Squyres.
Weiler würdigte bei der Pressekonferenz auch die anwesenden deutschen Wissenschaftler Göstar Klingelhöfer vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie in Mainz und Ralf Gellert vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Mainz, die beide an der Entwicklung der deutschen Geräte im Rover beteiligt waren.
Der sechsrädrige Rover "Opportunity" war Ende Januar in der Meridiani-Tiefebene
gelandet. Sein Zwilling "Spirit" war bereits drei Wochen zuvor angekommen und erforscht seitdem die andere Seite des Roten Planeten.
Quelle: Bilder NASA, Text: NTV / CNN / NASA