(and) Das Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) ist ein von der ESA gebauter Satellit zur Erforschung der Sonne. Mit verschiedenen (z.T. auch in Deutschland gebauten) Instrumenten beobachtet der die Sonne bei verschiedenen Wellenlängen. Die in Deutschland gebauten LASCO (Large Angle and Spectrometric Coronagraph
) Instrumente sind dabei auf die Äussere Sonnenatmospäre ausgerichtet, und decken so einen Bereich von etwa 32 Sonnenradien am Himmel ab.
Hin und wieder kommt es vor, dass Kometen auf ihren stark elliptischen Bahnen der Sonne so nah kommen, dass sie in den Instrumenten von LASCO zu sehen sind. Erst vor kurzem (Ende Januar) war der Komet Kudo-Fujikawa im LASCO sichtbar. Jedoch war er bei weitem nicht so hell und so eindrucksvoll wie der jetztige Komet NEAT.
NEAT (genauer C/2002 V1 NEAT) wird sich der Sonne in seinem Perihel am 18.02. bis auf etwa 0.1 AE (AE=Astronomische Einheit, eine gebräuchliche Dimension für Astronomische Entfernungen. 1AE=149.6 Mill. km) nähern. Das entspricht etwa der 50 fachen Entfernung Erde-Mond. So nah an der Sonne wird der Komet sehr heiss, und die meisten seiner flüchtigen Elemente werden in den Weltraum sublimiert. Die wenigsten Kometen sind groß genug, um ein
weiteres mal in Sonnennähe einen Schweif zu entwickeln. NEAT nähert sich der Sonne auf einer parabolischen Bahn. Das bedeutet, er wird nach seinem Besuch im inneren Sonnensystem für immer im Interstellaren Raum verschwinden. NEAT wurde am 6. November bei einer Himmelsdurchmusterung durch das NEAT (Near Earth Asteroid Tracking) Programm der NASA entdeckt. Neben seiner eigentlichen Aufgabe, erdnahe und damit potentiell gefährliche Asteroiden aufzuspüren, findet NEAT auch
immer wieder Kometen, die dann wie üblich nach dem Entdecker (hier also NEAT) benannt werden.
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