am 17. Juni 2002
entdeckte eine Station des NEO LINEAR (Near Earth Orbit) Programms einen Asteroiden, 2002MN. Der Asteroid, ein unregelmäßiger Gesteinsbrocken einer Größe um die 80m - 100m, näherte sich am 14. Juni an die Erde bis auf eine Entfernung von nur 120.000km an. (Der Mond ist durchschnittlich 384.000km von der Erde entfernt. Wäre dieser Körper
in die Atmosphäre eingedrungen, wäre dies mit einer Geschwindigkeit von ca. 15km/s (54.000km/h) geschehen. Je nach der Zusammensetzung des Asteroiden, wäre er möglicherweise in den Luftschichten der Erde verglüht, als riesiger Feuerball mit langem Rauchschweif. Ein kleiner Brocken wäre vielleicht auf den Boden eingeschlagen und hätte z.B. ein Auto demolieren können. Dies harmlose Szenario wäre bei einer Sand- Dreck- Komposition möglich gewesen, aber genauso kann er aus
hartem Gestein oder gar hohen metallischen Anteilen bestehen. Bei diesen Szenarios reicht die Zerstörungskraft auf der Skala von einer kleinen Atombombe bis hin zur Vernichtung ganzer Landstriche, wie im sibirischen Tunguska 1908.
(Bild: liegende Bäume nach der Tunguska Explosion Foto :1927)
2002 MN wird von einem kleineren Asteroiden, 2002 MX, der etwas weiter entfernt ist
, begleitet. Der Orbit konnte von insgesamt 13 Stationen beobachtet werden und es wird erwartet, dass diese Objekte im Jahre 2061 der Erde wieder sehr nahe kommen. Trotz dem Beobachtungsnetz wurden die Objekte erst entdeckt, als sie bereits an der Erde vorbeigezogen waren - er wäre also völlig unerwartet eingeschlagen. Da diese Objekte sehr dunkel sind, können Sie nur entdeckt werden, wenn sie vor einem Stern vorbeiziehen und diesen dann aus einem Bild von einer CCD Kamera
verdecken. Dies wird computergesteuert erfasst und gemeldet.
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