Erdbeben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Inhalt : Warum bebt die Erde ?
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Warum bebt die Erde? Die Erdkruste ist in ein Mosaik von vierzehn großen und zahlreichen kleineren Platten zerlegt. Die Platten - angetrieben von Konvektionsbewegungen im darunter liegenden Erdmantel - bewegen sich gegeneinander. Im Durchschnitt erreichen dabei die Geschwindigkeiten wenige Zentimeter im Jahr. Diese Bewegung erfolgt jedoch nicht reibungsfrei. Die Gesteinspakete werden an viele Stellen gegeneinander gepreßt und Unebenheiten hemmen die Bewegung. Spannungen stauen sich auf, bis das Gestein bricht und entlang der Erdbebenherd-Fläche aufreißt. Dann kann der Versatz an der Bewegungsfläche auf einen Schlag bis zu einigen Metern betragen. Die bei diesem Aufreißen entstehenden Erschütterungen, nennen wir Erdbeben. Täglich gibt es unzählige Erdbeben. Die meisten davon sind jedoch so schwach, daß man sie nicht spüren kann. Ab und zu jedoch werden sie so stark, daß sie Schäden anrichten. Wie Sie unserem Erdbebenreport entnehmen können, gibt es Erdbeben mit einer Stärke größer 5 fast jeden Tag. Oft sind es mehrere täglich. Sie konzentrieren sich auf die Orte, an denen Erdkrustenplatten aneinander grenzen.
Wie häufig bebt die Erde? Erdbeben sind für Presse und Fernsehen meist nur dann ein Thema, wenn sie viele Menschenleben fordern. Nach einem großen Schadensbeben, werden regelmäßig noch zwei, drei weiteren Beben gemeldet, die sich irgendwo auf dem Globus ereignen. Dann kehrt wieder Ruhe ein, bis das nächsten Unglück die Menschen erneut aufrüttelt. So entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, daß Erdbeben schubweise auftreten und die nachfolgend gemeldeten Beben möglicherweise durch das erste große Beben ausgelöst wurden. Beides entspricht nicht der Realität. Erdbeben mit einer Stärke auf der Richterskala (Magnitude) größer als 5 gibt es fast jeden Tag. Oft sind es mehrere täglich. Statistische Häufigkeit von Erdbeben pro Jahr:
Warum gibt es Nachbeben? Erdbeben entstehen, wenn sich Spannungen im Gestein so stark aufgebaut haben, daß das Gestein - beginnend im Erdbebenherd - ruckartig entlang einer Bewegungsfläche aufreißt. Der Versatz entlang der Fläche nimmt mit der Entfernung vom Erdbebenherd ab, weil Krümmungen und Wechsel der Gesteine entlang der Bewegungsfläche die Bewegung hemmen und abfangen. An diesen die Bewegungsfläche begrenzenden Unebenheiten baut sich durch das Hauptbeben lokal neue Spannung auf, die sich im Verlauf von Tagen und Wochen nach dem Hauptbeben in unzähligen, meist schwächeren Nachbeben löst.
Die Richter-Skala 1935 entwickelte Charles Francis Richter ein Verfahren, die Stärke von Erdbeben zu bewerten. Er verglich dafür die Ausschläge von Seismographen, indem er sie auf eine Standardentfernung von 100 km vom Erdbebenherd umrechnete. Je größer der Ausschlag, desto stärker das Beben. (nach einem Artikel in "Die Zeit", ca. 1990)
Erdbebenwellen
Erdbeben bestehen aus verschiedenen Wellentypen, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fortbewegen.
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Erdbebenwellen ist material- und dichteabhängig:
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